Kontakt:
IWR Institut für Wirtschafts-
und Regionalentwicklung
Frau Dr. Bergfeld,
Frau Prof. Dr. Groß
Max-Liebermann-Straße 4a
04159 Leipzig

E-Mail: mail@iwr-leipzig.com
Tel.: 0341 / 9124927


Planungsbüro Landmann
Frau Landmann
Dreilindenbergstraße 43
04539 Groitzsch

Aktionsplan


Der Aktionsplan ist das Herzstück unserer regionalen Entwicklungsstrategie.
Er beschreibt die Handlungsfelder und Maßnahmen der LEADER-Strategie. Der Aktionsplan enthält die Fördertatbestände, Fördervoraussetzungen, Zuwendungsempfänger, Fördersätze und Höchstgrenzen der Förderung.

Der Aktionsplan ist unterteilt in Maßnahmen für

Förderübersicht gesamt (PDF-Download)
Förderübersicht nach Trägern (PDF-Download)



HANDLUNGSFELDER

Herrenhaus Gestewitz
Herrenhaus Gestewitz
Wohnen
Bedingt durch den demografischen Wandel gefährdet der Leerstand die kulturelle Identität und die Unverwechselbarkeit unserer Ortsbilder zunehmend. Aus diesem Grund hat sich die Region zum Ziel gesetzt, die Attraktivität des Südraumes Leipzig für junge Menschen, Familien und Senioren als Wohnstandort zu fördern, um dem Leerstand und dem demografischen Wandel entgegenzuwirken. Gleichzeitig besteht der Bedarf des zielgerichteten Umgangs mit leerstehender ländlicher Bausubstanz.
Naunhofer Straße
Naunhofer Straße
Mobilität
Im Südraum Leipzig sind Maßnahmen zur Sicherstellung der Erreichbarkeit vor allem in der Fläche erforderlich. Es bedarf der Erhaltung und Sicherung einer angemessenen technischen Infrastruktur sowie der Entwicklung neuer Mobilitätslösungen, um die Attraktivität der Region zu steigern und ein selbstbestimmtes Leben der Bewohner vor Ort zu sichern. Dabei soll LEADER auch als Plattform und Initiator sozialer und technischer Innovationen angesehen werden, mit dem neue Wege erprobt werden.
Grundschule in Regis-Breitingen
Grundschule in Regis-Breitingen
Engagement und soziale Versorgung
Im ländlichen Raum werden vielerorts öffentliche Investitionen zurückgefahren und Ausgaben gekürzt, oftmals zu Lasten infrastruktureller Einrichtungen. Folglich geht in vielen Regionen und Orten ein Stück an Lebensqualität verloren. Dem soll mit der Entwicklung neuer Lösungen entgegengewirkt werden, um soziale Infrastrukturangebote bzw. ein Mindestangebot vor Ort zu erhalten. Dabei spielen insbesondere das Ehrenamt und Vereinsleben eine bedeutsame Rolle, aber auch Ressourcen des Privatsektors und der Zivilgesellschaft sollen erschlossen werden.
Landwirtschaft
Landwirtschaft im Südraum Leipzig
Landwirtschaft, Fischereiwirtschaft und Vermarktung regionaler Produkte
Die Region besitzt aufgrund ihrer guten natürlichen Bedingungen einen hohen Anteil an landwirtschaftlich genutzter Fläche. Zudem zeichnet die Landwirtschaft das Landschaftsbild und trägt zur Bildung der Kulturlandschaft bei. Der sich seit Jahrzehnten vollziehende Strukturwandel erfordert jedoch die Unterstützung zur Diversifizierung landwirtschaftlicher Betriebe hin zu außerlandwirtschaftlichen Tätigkeiten. Im Rahmen der Diversifizierung der Landwirtschaft nimmt die Vermarktung regional erzeugter Produkte eine zunehmend wichtige Position ein.
Landhandel in Kleindalzig
Landhandel in Kleindalzig
Kleinst- und Kleinunternehmen
Kleinst- und Kleinunternehmen mit regionalem Fokus versorgen die Bevölkerung des ländlichen Raumes mit Produkten und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs. Zudem sichern und schaffen sie wohnortnahe Arbeits-plätze. Dies beugt vor allem der Abwanderung der Bevölkerung und einem hohen Pendleraufkommen vor, und trägt zur Sicherung der Lebensqualität sowie Teilhabe am gesellschaftlichen Leben vor Ort bei. Aus diesem Grund ist die Unterstützung wettbewerbsfähiger Kleinst- und Kleinunternehmen zur Grundversorgung regionaler Märkte von Bedeutung.
Platz der verlorenen Orte
„Helene-Platz“ - Platz der verlorenen Orte in Großzössen nach Abbruch des über 20 Jahre leerstehenden Gasthofes
Flächenentwicklung
Der Flächenverbrauch im Südraum Leipzig hat in den letzten Jahren vor allem durch die Ausweitung der Siedlungs- und Verkehrsfläche zugenommen. Hinzu kommen viele Landnutzungskonflikte, aufgrund des Bergbaus sowie im Zuge der Bergbaufolgelandschaft. Aus diesem Grund besteht Handlungsbedarf, um die weitere Flächeninanspruchnahme zu mindern und Nutzungskonflikte aufzulösen. Dabei gilt, dass bauliche Flächeninanspruchnahme, insbesondere durch Innenentwicklung der Orte und die Umnutzung vorhandener Bausubstanz, vermieden wird. Nachweislich nicht mehr nutzbare, brachliegende Gebäude sollen abgerissen sowie Flächen entsiegelt und einer neuen Nutzung zugeführt werden.
Pension Eisenmühle in Elstertrebnitz
Pension Eisenmühle in Elstertrebnitz
Touristische Infrastruktur
Die touristische Infrastruktur der Region hat sich infolge der Flutung und Erschließung der ehemaligen Tage-baulandschaft in den letzten Jahrzehnten stark weiterentwickelt. Dennoch profitieren nicht alle Gemeinden gleichermaßen, da viele kulturelle und landschaftliche Potenziale in der Fläche bislang nicht ausreichend erschlossen sind und die Qualität von Beherbergungsstätten nicht an den heutigen Standard angepasst ist. Ziel des Handlungsfeldes ist es, den Ausbau des Wegenetzes und der touristischen Infrastruktur an den Gewässern und zu landseitigen Zielorten zu fördern, um Angebote besser zu vernetzen und steigende Besucherzahlen zu erzielen, um somit die touristische Wertschöpfung zu erhöhen.
Rittergut Kahnsdorf
Rittergut Kahnsdorf
Stadt-Land-Kultur
Der Südraum Leipzig weist mit seinen Kirchen, Rittergütern, Parks und Hofstrukturen ein besonderes und schützenswertes kulturelles Spektrum auf. Der Erhalt sowie die Förderung der Erlebbarkeit der identitätsstiftenden ländlichen Kultur stehen im Fokus dieses Handlungsfeldes. Zudem ist die Förderung der Gegenwartskultur Gegenstand des Handlungsfeldes, da der Südraum durch den Landschaftswandel eine zu-kunftsgewandte Region ist, in der die Kunst mit der Entwicklung der regionalen Identität Schritt hält.